Segeln
MAGDEBOOT-Start: 183 Boote und Yachten auf Messe in Magdeburg
abgelegt im Archiv Boots-Messen von Matt am 13.03.10
MAGDEBOOT-Start: 183 Boote und Yachten auf Messe in Magdeburg

Mit einem Messerundgang wurde die diesjährige MAGDEBOOT am heutigen Freitag, 10 Uhr, feierlich eröffnet. "Ich freue mich darüber, dass trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage 110 Aussteller unserem diesjährigen Motto "Schiff ahoi!" gefolgt sind - und dies mit Exponaten aus der ganzen Welt!", sagte MVGM-Geschäftsführer Hartmuth Schreiber.

André Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr, freute sich in seinem Grußwort der Landesregierung Sachsen-Anhalt, dass durch die Messe internationales Interesse geweckt werden konnte. "110 Aussteller sind ein Indiz dafür, dass die 11.MAGDEBOOT in erfolgreichem Wasser schwimmt". Entscheidend sei jedoch die Zahl der ausgestellten Boote und Yachten - Insgesamt können die Besucher in diesem Jahr 183 Segel- und Motoryachten, Kayaks, Kanus und Schlauchboote sowie Gebrauchtboote besichtigen und teilweise auch an Deck gehen, um zu sehen, wie es sich anfühlt, einmal selbst Skipper zu sein. Interessant: Damit stellt die (kleinere) MAGDEBOOT in diesem Jahr 112 Boote und Yachten mehr aus als die (größere) Wassersportmesse Beach und Boat in Leipzig.

Dr.Lutz Trümper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, bekannte sich in seinem Statement zum Wassersport: "Beim Messrundgang bekommt man Lust, endlich wieder selbst Wassersport zu betreiben."

Mit dabei war auch Johnny Depp-Double Nagel, der sichtlich Spaß an seiner neuen Rolle gefunden hatte. Im Foto mit dem Projektleiter der MAGDEBOOT, Bernd Panteleit, beim Messe-Rundgang am ersten Tag der Magdeburger Wassersport-Schau.

Die MAGDEBOOT ist noch bis Sonntag, täglich von 10 bis 18 Uhr, geöffnet.

Foto (c) nass-press.
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Rolex Baltic Week: 8mR-Euro in Kiel
abgelegt im Archiv Regattafieber von Matt am 08.03.10
Baltic Week: 8mR-Euro in Kiel

Vom 30. Juni bis zum 4. Juli kommt die 8mR-Flotte zum Euro Cup an die Stätte ihres letzten Olympia-Auftritts. Klassische Yachten und moderne Schiffe dieser traditionsreichen Meter-Klasse kämpfen dann vor Kiel um den europäischen Titel, darunter auch Schiffslegenden, die bereits vor 74 Jahren vor Düsternbrook um Medaillenehren segelten. Außerdem versammelt der Kieler Yacht-Club (KYC) in Kooperation mit dem Flensburger Segel-Club die majestätischen 12mR- und die schnittigen 6mR-Yachten zum Robbe & Berking Sterling Cup im ehrwürdigen Becken des alten Olympiahafens direkt vor dem frisch renovierten Klubhaus des KYC am Hindenburgufer.

Inmitten dieser klassischen Schönheiten zur See dürfte der Achter "Germania III" in besonderem Maße die Blicke auf sich ziehen. Denn es gibt nur wenige Schiffe, die mit der Segelgeschichte des Landes und der Kiels so eng verknüpft sind wie die sechs "Germania"-Yachten, die im 20. Jahrhundert für die Familie Krupp gebaut worden sind. Die "Germania III" erlangte dabei herausragende sportliche Bedeutung, als sie 1936 in heimischen Gefilden um olympische Ehren segelte und die Bronzemedaille gewann. In der damaligen olympischen Königsklasse lag die Yacht von der Traditionswerft Abeking & Rasmussen (A&R) bis zum letzten Rennen auf Goldkurs. Dann aber verlor die Besatzung um so herausragende Persönlichkeiten wie Hans Howaldt, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach und Felix Scheder-Bieschin Platz eins und im Stechen auch noch "Silber".

Nun schließt sich für die "Germania III" der Kreis, denn im Sommer gibt es beim Euro Cup die Chance zur Olympia-Wiedergutmachung. Und die 15 Meter lange Yacht wird so ursprünglich antreten wie sie damals ausgerüstet war. 1990 entdeckte der Duisburger Unternehmer Bernhard Kolbe die "Germania III" am Bodensee wieder und ließ sie in aufwändiger Restauration in ihren Zustand von 1935 zurückversetzen. Schnell ist der Achter bis heute geblieben. Eigner Kolbe, der das Schiff auf der Elbe und der Ostsee segelt, war 1998 bei der Weltmeisterschaft schnellstes Schiff der Classic-Division. "Seitdem haben allerdings einige Konkurrenten nachgerüstet, so dass es schwer werden dürfte, um den EM-Titel mit zu segeln. Aber wir gehen stets mit großen Ambitionen an den Start und wollen vorn mit dabei sein", erzählt Bernhard Kolbe voller Vorfreude auf die Rolex Baltic Week 2010, zu der auch der FSC ein Wettfahrtleiterteam stellt, bevor er sie nächstes Jahr - wiederum für die Meter-Klassen - selbst ausrichtet."

Eine Ausnahmestellung in der Euro-Flotte wird auch die "Elfe II" einnehmen. Die 1912 ebenfalls bei A&R gebaute Yacht ist der einzige Achter mit zwei Masten. Die Ketsch ist zudem mit dem seltenen Spreizgaffelrigg ausgestattet. "Damals hatte die ,Elfe' noch die übliche Kuttertakelung, wurde dann aber 1935 von ihrem damaligen Besitzer umgetakelt. Trotz eines Mastbruchs vor neun Jahren haben wir uns entschlossen, diese Takelung beizubehalten, da sie sich sehr komfortabel segeln lässt", berichtet Eigner Andi Lochbrunner. Er wird mit seinem Schiff den weiten Weg von Lindau am Bodensee an die Ostsee antreten und bei den starken Achter-Flotten im Alpenraum für die Baltic Week werben. "Schließlich hat das Revier vor Kiel seinen besonderen historischen Reiz für diese Klasse."

Obwohl die Achter sich in die drei Divisionen "First Rule" (Baujahre von 1907, der Konstruktion der Klasse, bis 1919), "Classic" (1920 bis 1966) und "Modern" (1967 bis heute) aufteilen, gehen sie doch gemeinsam zeitgleich an den Start. 15 bis 20 Yachten werden erwartet. Titelverteidigerin ist die "Hollandia" aus den Niederlanden. Allerdings liegt ihr Titelgewinn vor Flensburg schon fünf Jahre zurück, denn in den vergangenen Jahren wurden die Weltmeisterschaften stets in europäischen Revieren ausgetragen, wodurch es keinen Euro Cup gab. Der Weltmeistertitel 2009 ging vor dem französischen Hyères an die britische "Lafayette", ein moderner Achter von 1986.

Um den traditionsreichen Sterling Cup von Robbe & Berking segeln die 6mR- und 12mR-Klassen. Beide Klassen hatten ebenfalls ehemals olympischen Status - die Sechser bis 1952 und die Zwölfer bis 1920. Die Zwölfer erlangten zudem herausragende Bedeutung, als sie von 1958 bis 1987 America's-Cup-Klasse waren. Namen wie "Sphinx", die ehemalige "Ostwind" der Bundesmarine und Verteidigerin des Sterling Cups, und "Anitra", beide in den vergangenen Jahren aufwändig restauriert und in Flensburg beheimatet, aber auch "Thea" und "Vanity V" vom Königlichen Dänischen Yachtclub Kopenhagen sowie die norwegische "Erna Signe", die ihren 99. Geburtstag feiert, lassen die Herzen der Zwölfer-Fans höher schlagen. Aus Kiel wollen die "Evaine" und "Trivia" dabei sein. Sie alle werden in den Klassik-Divisionen Vintage und Antique segeln.

Das im Vorjahr restaurierte Alfried Krupp-Haus soll als Regattazentrum von der Eröffnungsfeier am 30. Juni über die Wettfahrttage vom 1. bis zum 4. Juli bis zur abschließenden Siegerehrung dem ambitionierten Laisser-faire der Meter-Klassen gerecht werden.

Foto: (c) Rolex.
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Neues Segel-Canoe aus Japan: Premiere auf der MAGDEBOOT.
abgelegt im Archiv Aktionen von Matt am 01.03.10
Neues Segel-Canoe aus Japan: Premiere auf der MAGDEBOOT.

Mit der neuen Aquamuse zeigt die gleichnamige japanische Firma erstmals auf dem deutschen Markt ein ca. vier Meter langes und ein Meter breites Kanu. Besonderheit: Das schlanke Boot verfügt über ein Steckschwert, ein per Pinne zu bedienendes Ruder und ein hoch geschnittenes Dreieckssegel, befestigt an einem im vorderen Viertel des Kanus stehenden Mast und einem per Schot bedienbarem Baum.

Segelkanus erfreuen sich in Japan bereits großer Beliebtheit: Über 2.000 Stück der leicht auf dem Autodach zu transportierenden Schiffchen wurden schon verkauft. Es gibt eigens für diese Bootsklasse gegründete Segel-Vereine, die regelmäßig sportliche Regatten austragen. Entworfen haben das Boot Herr Yokoyama und sein Sohn, die bekannt geworden sind unter anderem durch die Konstruktion des japanischen America`s Cuppers in 1992.

Nun wagt das ranke Sportgerät, das sich nach Herstellerangeben ähnlich segeln soll wie eine Laser-Jolle, den Sprung über den Pazifik direkt nach Sachsen-Anhalt, um sich auf der MAGDEBOOT den interessierten Besuchern zu präsentieren. Eines steht schon jetzt fest: Die neue Aquamuse verfügt über ein enormes Fun-Potential, ist preiswert in der Anschaffung und zudem leicht zu transportieren. Und wer das Schiffchen nicht segeln will, kann es auch ganz klassisch paddeln.

Foto: Biwako Race, Japan; © aquamuse.

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Jadrolana: Jubiläums-Wettfahrt in Kroatien 2010
abgelegt im Archiv Aktionen von Matt am 23.02.10
Jadrolana: Jubiläums-Wettfahrt in Kroatien 2010

Nonstop von Vrsar nach Dubrovnik: Vom 1. bis 10. April findet die Langstreckenregatta Jadrolana statt. Nach einem Pausentag mit Besichtigungen und Regattafest in der malerischen Hafenstadt startet das Feld am nächsten Tag wieder zurück. Dem Gewinner winkt der begehrte Pokal, der bei der Siegerehrung am AMS-Stützpunkt in Vrsar überreicht wird.

Gesegelt wird nach folgender Klasseneinteilung: Yachten bis 40 Fuß, Yachten von 41 bis 44 Fuß und Yachten bis 50 Fuß. In jeder Klasse wird der Sieger über die Gesamtstrecke ermittelt. Diese drei Erstplatzierten erhalten jeweils einen Pokal. Die schnellste Yacht nach gesegelter Zeit wird zusätzlich mit dem "Blauen Band" ausgezeichnet. Bei der zuletzt 2007 durchgeführten Jadrolana benötigte der Gesamtsieger für die Regattastrecke knapp 104 Stunden.

AMS-Yachting ist eine deutsche Charteragentur für Segelyachten (insgesamt 22 Bavaria-Yachten) mit zwei Stützpunkten in Vrsar (Istrien) und Trogir (Dalmatien).

Foto: (c) AMS
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America`s Cup: Die Kanne geht an BOR
abgelegt im Archiv Americas Cup von Matt am 15.02.10
America`s Cup: Die Kanne geht an BOR

Erstmals gewinnt BMW Oracle Racing (BOR) den America`s Cup. Nach einem spannenden Rennen bei schwierigen Wetterbedingungen musste sich Alinghi schließlich geschlagen geben. Dabei lagen die Schweizer zeitweise über 700 Meter vor den Amerikanern. Doch alle Segelkünste der Eidgenossen hatten zurückzutreten angesichts des 68 Meter hohen Flügel-Riggs von BOR. Zum Schluss ist man sich einig: Amerika gewinnt, weil es das bessere Boot gebaut hatte.

Der Segel-Krimi in Zahlen: 16.10 Uhr Vorstartphase. 16.22 Uhr: Alinghi kassiert einen Kringel wegen Zuspäteinfahrens in die Startbox. 16.26 Uhr: BOR gewinnt den Start. 16.41 Alinghi fährt einen 650 Meter-Vorsprung heraus und zwingt BOR zur Wende. 17.16 Uhr: BOR wendet. 17.19 Uhr: Alinghi kreuzt vor BOR und wendet ebenfalls. 17.24 Uhr: BOR rundet vor Alinghi. 17.24 Uhr: Alinghi fällt zurück, 28 Sekunden beträgt der Rückstand nun bereits. 17.32 Uhr: BOR hat einen Vorsprung von 600 Metern. 17.46 Uhr: BOR liegt 1.800 Meter vorn. 17.56 Uhr: Der Rückstand von Alinghi auf BOR beträgt schon 2 Minuten 44 Sekunden. 18.26 Uhr: endlich hat auch Alinghi den Gennaker oben, holt etwas auf. 18.28 Uhr: BOR muss halsen. 18.32 Uhr: BOR gewinnt den America`s Cup 2010. 18.33 Uhr: Alinghi dreht den Strafkringel, geht mit 5 Minuten und 26 Sekunden Rückstand durchs Ziel.

Glückwunsch BOR! Alinghi: Wunden lecken, Kräfte sammeln und - Angriff!

Foto: Nach 18 Jahren setzen sich die USA zum ersten Mal wieder durch, (c) G.-M. Raget / BOR

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