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Segelsport
von Matt am 16.09.08

Ihre "Goldene Seglerhochzeit" feierten die beiden Wassersportler am vergangenen Sonnabend anlässlich der 40.von der Seglervereinigung 1903 Berlin e.V. ausgerichteten Berliner Meisterschaft der Korsare, bei der die beiden Segler nach vier Wettfahrten (bei einem Streicher) einen guten zwölften Platz belegten. "Wir könnten sicherlich noch den einen oder anderen Platz gutmachen, dazu müssten wir aber einfach mehr trainieren", sagt der Deutsche Vizemeister und Ranglistenzweite von 1979, Michael Guntsch, den alle Segler nur Micky nennen. Doch dazu müsse man öfter aufs Wasser; dazu reichten die fünf Wettfahrten, die man zusammen jährlich noch bestreite, einfach nicht aus, so der Frohnauer weiter.
Der Korsar, der seinen Platz zwischen der 470er Jolle und dem Flying Dutchman (FD) gefunden hat, gleicht in der Beschlagsanordnung weitgehend dem FD: eine sogenannte Spinnakertrompete (ein Sack, aus dem ein bauchiges, 14,8 Quadratmeter großes Vorwindsegel, der Spinnaker, geführt wird), verstellbare Wanten, ein Trapez und ein flexibler Mast machen das Boot für immer mehr sportlich ambitionierte Freizeitkapitäne interessant: "Die Gleiteigenschaft des Korsar war es, die uns zum Wechsel von der Piratenjolle hin zum Lehfeld-Boot gebracht hat", erklärt der gelernte Modelltischler und studierte Maschinenbauer "Manne" Grupe.
Seitdem bildeten die beiden Berliner auf dem Wasser eine unzertrennliche Einheit, die inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen guten Namen hat: Grupe/ Guntsch sind eine Institution. Sie steht für Teamgeist, sportliches Segeln und Engagement für die Klasse, denn Guntsch war es, der die Internationale Klassenvereinigung gründete, mit dem Ziel, das Fünfmeterboot auch im Ausland noch bekannter zu machen.
Was bringt die Zukunft? Die beiden Unzertrennlichen wollen der Klasse treu bleiben und weitersegeln, "und wenn man uns per Kran ins Boot heben muss", sagt Guntsch. Beide würden sich heute den Luxus gönnen, mit ihrem Korsar mit dem Namen "dakiexde" mit der Segelnummer GER 3615 "bei 6 Windstärken nicht mehr hinauszufahren" und "nicht mehr vor Mai und nach dem Monat September" ins Wasser zu gehen. Dennoch sei ihr Leben ohne Wassersport auch zukünftig nicht denkbar, sagt Guntsch. Und schon gar nicht ohne ihren geliebten Korsar, der vor 50 Jahren von Konstrukteur Ernst Lehfeld erstmals einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die deutsche Korsarenvereinigung e.V. im Netz: www.korsar.org.
Foto: Micky (re.) und Manne beim Berliner SV 03, (c) www.muencheberg-media.com.
Permalink: Goldene Hochzeit auf dem Wasser
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Wong
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Kommentar von:
Segelmacher
(30.10.09 7:42 Uhr)
wirklich sehr schöner Bericht
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