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Auf Kurs
von Matt am 30.07.09

Gleich fünfmal räumten hingegen deutsche Aktive aus West und Ost bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal ab. Gold gab es auf dem Ontariosee für den ehemaligen DDR-Segler Jochen Schümann im Finn-Dinghy, Dieter Below errang mit Olaf Engelhardt und Michael Zachries Bronze im Soling. Ähnlich erfolgreich war die BRD mit jeweils einer Goldmedaille für Eckart und Jörg Diesch im Flying Dutchman sowie Harro Bode und Frank Hübner in der 470er Jolle; Jörg Spengler und Jörg Schmall konnten zudem im Tornado Bronze erkämpfen. Ein Ruck ging durch beide deutsche Segelnationen. Die Freude war grenzenlos.
Sind die Zeiten, in denen Deutschland mit Fug und Recht als eine erfolgreiche Segelnation bezeichnet werden konnte, endgültig vorbei? "Nein", sagt Oliver Schwall. Zusammen mit dem Deutschen Meister und Vizeweltmeister im 420er, Arne Dost, Segelmultitalent Jochen Schümann, Olympiateilnehmer und Kieler Woche-Sieger im Tornado 2007 Johannes Polgar, Hochsee- und Dickschiffsegler Torben Knappe und Profisegler Tim Kröger will der Tornadosegler, der mit Bruder René 1992 nur knapp die qualifikation für Barcelona verpasst hatte, durch die Initiative Sailing Team Germany den deutschen Segelsport in eine neue Ära führen, welche an die 33 Jahre zurückliegenden Erfolge anknüpft.
"Der Aufbau einer - noch nicht existierenden - Nationalmannschaft und die Austragung aller Deutschen Meisterschaften in den olympischen Bootsklassen an einem Ort" seien nur zwei von vielen Beispielen, wie dem deutschen Segelsport wieder Beine gemacht werden könnten, ist sich der 41jährige Schwall sicher. Marketing-Mann Schwall, der 1993 Tornado-Weltmeister wurde, und zurzeit erfolgreich in der Bootsklasse Melges 24 segelt, initiierte das Projekt mit den schwarz-rot-goldenen Segeln im Logo zusammen mit DSV-Präsident Rolf Bähr und Gunter Persiehl, Kommodore des NRV.
"Unser Ziel lautet: Sehr gute Erfolge bei den Olympischen Segelwettbewerben 2012 und 2016. Wir müssen jetzt starten, wenn wir erfolgreich sein wollen", sagt Mitinitiator Rolf Bähr. Nach derzeitigem Leistungsstand der deutschen Segler könne nur ein Teil der olympischen Klassen besetzt werden, stellt der Chef des Deutschen Segler-Verbandes und Tempest-Segler fest; "diesen Zustand werden wir ändern".
Erreicht werden solle das durch eine "breite und nachhaltige Förderung und Unterstützung der Nachwuchssegler einerseits und der Top-Segler durch die Einführung einer Nationalmannschaft", sagt Bähr. So solle insbesondere der Talentnachwuchs im Jugend- und Jüngstenbereich insbesondere in den Klassen Optimist, 420er und 29er deutlich verstärkt und über die dropout-Phase hinaus in den Vereinen durch gezielte Fördermaßnahmen gehalten werden.
Im Klartext heiße das, dass sich unter dem Dach des neu gegründeten Förder-Vereins Sailing Team Germany neben Privatpersonen vor allem Clubs aus Deutschland vereinen sollen, um die Interessen des Leistungssportes zu bündeln. Zudem solle eine ebenfalls neu gegründete Vermarktungsgesellschaft in enger Zusammenarbeit mit dem DSV und dem Förderverein Vermarktung und Marketing steuern, wünscht sich Bähr.
Zahlreiche erfolgreiche Segler stehen hinter dem Projekt und haben es zum Teil maßgeblich mitentwickelt. Neben Johannes Polgar, Marcus Baur, Kathrin Adlkofer, Joachim Hellmich, Tim Kröger und Oliver Schwall unterstützt auch Jochen Schümann die Initiative. "Der Segelsport bietet eine Vielzahl ungenutzter Möglichkeiten, um sich, seine Partner und die Sponsoren in den Medien und auf Veranstaltungen zu präsentieren", ist Americas Cup-Gewinner Schümann sicher.
Foto: "Sind schon auf dem richtigen Weg: Das deutsche 49er-Team Lennart Briesenick-Pudenz und Morten Massmann demonstrierten vor Kiel-Schilksee mit Platz 1 eindrucksvoll ihr Können", © Kieler Woche.
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Wong
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Kommentar von:
Pat der Segelreiniger
(10.08.09 7:52 Uhr)
Ist auf jeden Fall ein guter Anfang, den Segelsport in Deutschland wieder nach vorne zu bringen! Kann mir zwar nicht vorstellen dass die Jungs 2012 schon was reißen werden, aber ich drück schon mal die Daumen!
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