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Knüpft an alte Traditionen an: Die neue Frauscher 686 Lido Editione Dino Feltrinelli

abgelegt im Archiv Motoryachts am 31.01.09

Knüpft an alte Traditionen an: Die neue Frauscher 686 Lido Editione Dino Feltrinelli
Die kleine Frauscher-Werft im Ã-sterreichischen Gmunden am Traunsee hat einen neuen Coup gelandet: Die Frauscher 686 Lido Editione Dino Feltrinelli ist kompromisslos, kräftig, modern - und besitzt doch klassisch anmutende Linien, wie sie auch schon im Motorrennsport der 20er und 30er Jahre anzutreffen waren.

Einer der bekanntesten Motorrennfahrer dieser Zeit war Dino Feltrinelli. Der Familienname "Feltrinelli" hat seine Wurzeln in Gargnano am Gardasee und ist schon seit dem Jahre 1470 mit dem Bootsbau verbunden. "Pietro" aus Feltre - einer Stadt im Veneto - kam als Bootsbauer mit einem Kriegsschiff der venezianischen "Serenissima Republik" nach Gargnano. Dort wurde dieser Mann aus Feltre "feltrin" genannt und in weiterer Folge seine Söhne "feltrinelli", was übersetzt "die Kleinen aus Feltre" heißt.

Pietro Feltrinelli, geboren am 5.1.1639, war Fassbinder. Zu damaligen Zeiten war es üblich, sich Fischerboote von Fassbindern bauen zu lassen. Der erste als Bootsbauer in Gargnano gemeldete Feltrinelli war Bernardo Feltrinelli, welcher am 9.10.1793 geboren wurde. Dessen Sohn Carlo Feltrinelli wurde am 6. April 1825 geboren. Bernardo, kurz "Dino" Feltrinelli war der älteste Sohn von Egidio, welcher ein Enkel von Carlo war.

Dino wurde am 12. Mai 1903 geboren. Er wuchs mit dem Bootsbau auf. Sein Vater Egidio kehrte mit vielen Ideen und Plänen von einem einjährigen USA Aufenthalt 1908 zurück, woraufhin mit dem Bau von Rennbooten begonnen wurde. Dino war ein herausragender Mechaniker und machte sich rasch als Rennfahrer einen Namen. Zwischen 1922 und 1935 haben Dino & Feltrinelli Boote große Erfolge und Siege bei zahlreichen Bootsrennen eingefahren: Raid Pavia-Venezia, Coppa dell´Oltranza in Gardone, Giornata del Fuoribordo am Comosee, sowie italienische und europäische Meisterschaften in Rom, Paris, Sarnico und Mailand.

Mit der neuen 686 Editione Dino Feltrenelli soll nun die Rennleidenschaft der 20er Jahre wieder entfacht werden. Für einen gehörigen Vortrieb des Racers sorgt ein 425 PS leistendes Volvo Penta 8,1 l GXi V8-Aggregat mit Z-Antrieb. Moderne Technik macht´s möglich: Von solch einer Befeuerung eines Rennbootes konnte Dino Feltrinelli nur träumen.

Foto: Dino (zweiter von rechts) mit Trophäensammlung (c) Frauscher-Bootswerft.

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