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Motoryachts
von Matt am 15.03.07

Grund dafür ist neben der harmonischen Linienführung des traditionell anmutenden kleinen Knickspanters die in heller amerikanischer Kirsche gehaltene, praktisch angeordnete Inneneinrichtung mit einem für ein Zehnmeterschiff geräumigen Mittelsalon. In diesen integriert: cremefarbene Ledersessel- und Couch, "standardmäßig", wie Händler Wieardus Reichl von Spreemarine in Berlin-Köpenick betont. Letztere lässt sich mit wenigen Handgriffen zu einem 2,05 mal 1,37 Meter messenden Zusatz-Bett umbauen, praktisch, wenn sich Besuch zu einem Kurztripp an Bord einlädt. Ein weiteres (Eigner-) Doppelbett lädt im Bugbereich zum Kuscheln, separate Dusche mit 1,79 Meter Stehhöhe und WC, Kleiderschrank und ausreichender Stauraum garantieren ungestörte Zweisamkeit, wenn Gäste (oder Kinder) an Bord sind. Apropos Stehhöhe: Diese ist - durchaus nicht gewöhnlich für eine Yacht dieser Größe - durchgehend gewährleistet: Von 1,93 Metern im Salon über 1,84 (vorn) bis zu 1,86 Metern in der Achterkajüte. Im achterlichen Teil des nur 3,40 Meter schmalen Cruisers gibt es außerdem (Schlaf-) platz für weitere zwei Personen, vorzugsweise für Kinder - damit hat das schmucke Schiffchen sogar das Zeug zu einer echten Familienkutsche, ausgerüstet mit separatem WC, geräumigem Kleiderschrank und kleiner Sitz- bzw. Spielecke.
Zum anderen überzeugt neben der Ausführung von Rumpf und Aufbau in fünf bzw. vier Millimeter starkem Schiffbaustahl (die Rümpfe vergleichbarer Yachten bestehen zumeist aus glasfaserverstärktem Kunststoff) insbesondere die Qualität der Verarbeitung an Bord: Selbst die in den Rumpf sauber eingearbeiteten Nirosta-Klampen (überdurchschnittlich: drei an jeder Seite) bestechen durch eine ästhetisch-funktionale Form.
Schließlich überzeugt Zuverlässigkeit, Laufruhe und gute Erreichbarkeit des Motors: Die 55 kW (entsprechen 75 PS) des Vierzylinder Volvo Penta-Marinediesels treiben den Verdränger rechnerisch auf über 14 Stundenkilometer; tatsächlich empfehlenswert ist jedoch eine Reisegeschwindigkeit von 8 Kilometern pro Stunde: Grund ist die bei dieser Geschwindigkeit erzielbare absolute Laufruhe, der niedrige Geräuschpegel und der deutlich reduzierte Kraftstoffverbrauch - ohnehin darf etwa auf den meisten Berliner Gewässern nicht schneller motort werden. Keine Angst vor Manövern auf engstem Raum: Beim An- und Ablegen hilft ein Bugstrahlruder, leicht zu bedienen mittels moderner Joystick-Steuerung.
Wer den Kaufpreis von aktuell 222.410 Euro (Stand 2007/2008, inklusive deutscher Mehrwertsteuer, ab 2009: 227.770 Euro) nicht ausgeben will, chartert sich einfach eine Linssen. Der Wochenpreis für das von uns gefahrene Modell beträgt zwischen 1.390 (Nebensaison) und 2.290 Euro im Hochsommer. Auch kleinere Modelle wie die AC 299 sind verfügbar. Startpunkte sind Lübeck, die Müritz sowie Berlin; zwischen der Bundeshauptstadt und Mecklenburg-Vorpommern sind ohne Aufschlag auch One Way-Törns möglich.
Linssen-Info: www.spreemarine.de. Charter: www.freewater.de.
Foto: © www.nass-press.de.
Permalink: Linssen: Neue 34 Fuß-Yacht mit Achterkabine
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Wong
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