SAILING JOURNAL: Neues Heft ab April erhältlich
abgelegt im Archiv art maritim am 26.03.10

Wenn in Deutschland die Boote und Yachten abgeslippt werden und hierzulande mit Verbandssegen angesegelt wird, herrscht zwischen den Virgin Islands am Nordostrand der Karibik längst Wettfahrt-Hochstimmung. Hunderte Segler-Crews aus vielen Ländern dieser Welt haben sich dann längst schon traditionell auf den Weg gemacht, um an den jährlich laufenden Frühjahrsregatten im Rahmen der Virgin Islands Race Week auf den Leeward Islands teilzunehmen. Das neue SAILING JOURNAL widmet in seiner neuen April-Ausgabe (1-2010) den Wettfahrten, die in der internationalen Segler-Szene wegen ihrer sportlichen Ausrichtung, der professionellen Organisation sowie des hohen Party-Faktors wegen einen guten Ruf haben, einen Beitrag - aus einem ungewohnten Blickwinkel.
Hochstimmung im Doppelpack herrscht - frei nach Goethe - auch bei denen, die zumindest in dieser Saison einmal nicht in die Ferne schweifen, sondern statt dessen in Berlin auf Langstrecke gehen wollen. Denn die gibt es in der Bundeshauptstadt gleich zweimal: Im Südosten der Binnen-Metropole läuft traditionell die Zwanzig Stunden-Wettfahrt, nach Wikipedia "eine von elf bedeutenden Regatten, die in oder teilweise in Deutschland stattfinden". Ausrichter ist die Seglergemeinschaft am Müggelsee. Das Pendant im Westen heißt Sechzig Seemeilen vom Wannsee, veranstaltet vom in Berlin ansässigen Potsdamer Yacht Club. Beide Langstrecken-Klassiker haben mittlerweile Kultstatus unter den Aktiven in Berlin und Brandenburg. Und - beide wurden gerade 60 Jahre alt - Grund genug für das neue Heft aus dem Terra Oceanis-Verlag, Kiel, sie vorzustellen.
Wenn schon keine Hochstimmung, so herrscht in Segeldeutschland doch mit dem Sailing Team Germany (STG) unter den Spitzenseglern neuerdings Aufbruchstimmung. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, das Leistungssegeln zu fördern. Nun kann das Team mit der Verpflichtung eines Sponsors einen ersten Vermarktungserfolg vorweisen. Zudem sind die Optimisten als erste Klassenvereinigung Mitglied im STG geworden. Und: Das Präsidium des Deutschen Seglerverbandes (DSV) hat endlich die Grundlagen für die Nominierung einer Deutschen Segel-Nationalmannschaft geschaffen. Wie es bis zu den nächsten olympischen Segelregatten vor Weymouth 2012 und danach weitergehen soll, darüber sprach das SAILING JOURNAL mit dem STG-Mitinitiator Rolf Bähr, zugleich Chef des DSV und selbst erfolgsverwöhnter Spitzensegler, in seinem Zehlendorfer Büro.
Foto: Titel SAILING JOURNAL 1-2010 (April-Heft), (c) Gabor Turcsi / SJ.

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