Schengen: Polen-Törn ab sofort ohne Hindernisse
abgelegt im Archiv Binnen Törns am 20.12.07
Seit der Nacht zu Freitag sind im Rahmen des sogenannten Schengen-Abkommens die Grenzkontrollen für mehr als 70 Millionen Menschen in Mittel- und Osteuropa weggefallen. Die Grenzzäune werden abgebaut. Schengen rückt weiter nach Osten vor.
Die neue Regelung betrifft neben dem Auto-, Zug- und Luftverkehr (ab 30.März 2008) auch Bootsreisende, etwa auf Oder-Törn. Freizeitkapitäne mussten bisher zwingend, sowohl bei der Fahrt nach Polen als auch bei der Rückfahrt nach Deutschland, das an der Grenzbetonnung liegende polnische Grenzboot anlaufen und die an Bord des Sportboots befindliche Personenzahl angeben. Danach musste auf direktem Wege die nächste polnische Einklarierungsstelle angelaufen werden. Das war problematisch, denn die polnischen Posten waren nur von morgens bis abends besetzt.
Wehe, wer zu spät kam, die Formalitäten nicht beachtete, keinen gültigen Ausweis bei sich führte oder seinen schwimmenden Untersatz beim Queren des Haffs in westlicher Richtung nicht exakt durch das bezeichnete Grenztonnenpaar auf der Mitte des Gewässers lenkte: Ihm drohten Einreiseverbot, Unannehmlichkeiten und Geldstrafen.
Doch nun können Skipper aufatmen: Ab sofort entfallen die Grenzkontrollen auch auf dem Wasserweg entlang der Oder. Der Papierkram, dazu gehörten unter anderem eine Crewliste, ist Geschichte. Grund: Die ehemalige Schengen- Außengrenze (West-) polen hat sich seit Donnerstag Nacht weit nach Osten verschoben; die neuen Mitgliedsstaaten des nach einem kleinen Winzerdorf an der Mosel benannten Abkommens mit Deutschland-Anschluss, dazu gehören neben Polen auch Tschechien, werden vereinbarungsgemäß ab sofort untereinander keine Grenzkontrollen mehr durchführen. "Ab 21.12.2007 muss bei dem Befahren der Oder nicht mehr ein- oder ausklariert werden; auch das Passieren des Grenztonnenpaares ist ab diesem Datum nicht mehr nötig", sagt Norbert Sickert von der Kreuzer-Abteilung (KA). Etwas anderes gelte jedoch für die Einreise nach Polen von der (nördlichen) Seeseite: Sportbootskipper müssten weiterhin im letzten besuchten Land aus- und in Polen wieder einklarieren, so der KA-Mann weiter; Grund für die unterschiedliche Handhabung sei, dass die polnische Ostseeküste auch weiterhin eine sogenannte Schengen-Außengrenze darstelle.
Info: www.bmvbs.de
Foto: D.Wulf
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Tags: schengen polen außengrenze grenzkontrollen grenzverkehr sportboote einklarieren ausklarieren oder o
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Kommentar von:
Rüdiger Steinacher
(14.06.08 2:33 Uhr)
Nach meinem Wissen ist für den Luftverkehr die Paßkontrolle erst am 31.3.08 aufgehoben worden. Wir haben ein Hausboot von Cardinal Boating in Nikolaiken gemietet und freuen uns schon sehr auf die Masuren. Wer hat da schon einige Erfashrungen sammelen können? Besten Dank im voraus. RJS
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