Segel transportiert Container
abgelegt im Archiv Schifffahrt von Creative Weblogger am 16.02.08

m Januar war das erste mit einem Zugdrachen ausgestattete Schiff der Reederei, jene 132 Meter lange Beluga SkySails, mit einer Fabrikausrüstung an Bord auf Jungfernfahrt nach Venezuela aufgebrochen. Zurzeit steuert der Frachter durch die Karibik den Hafen Davant bei New Orleans an, Anfang März wird er in einem norwegischen Hafen anlegen. Wann immer die Winde günstig stehen, setzt die Crew das Segel. Noch ist es ihr nicht um die Ohren geflogen.
Und so schlecht sind die Ergebnisse nicht. Okay: Das Segel kann nicht so installiert werden, wie bei einem klassischen Segelschiff und es müssen allerhand technische Spezifikationen beachtet werden (siehe Artikel in der FAZ). Doch der Erfolg gibt dem Ganzen Recht:
Das 8 mal 20 Meter große Segel entfaltet im Durchschnitt etwa acht Tonnen Schub. Da die Zugleine schräg am Himmel steht, kommen nur etwa vier Tonnen echte Zugkraft am Schiff an. Bei 20 Tonnen Schubkraft, die für die Reisegeschwindigkeit von 12 Knoten (22,2 km/h) der 10 000 Tonnen verdrängenden Beluga SkySails erforderlich sind, macht das 20 Prozent der gesamten Schubkraft aus. Der Kapitän kann nun die Hauptmaschine drosseln. Von diesem Zeitpunkt an sinkt der Treibstoffverbrauch des Frachters. Da das Segel voraussichtlich auf 30 bis 40 Prozent der Fahrtstrecke eingesetzt werden kann, ergibt sich rechnerisch eine Ersparnis von sechs bis acht Prozent.
Mal abwarten, ob diese Segel nicht bald auch flächendeckend eingesetzt werden können. Vielleicht nicht in den nächsten Jahren doch je knapper der Sprit desto größer die Ersparnis durch Windkraft ...
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