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Technik
von Matt am 06.02.08

Als sich die Gischt langsam verzieht, trauen die Zuschauer ihren Augen nicht: Die DO-X hat kein Leitwerk mehr. Es war beim Landeanflug am 9. Mai vor 75 Jahren abgebrochen. Chefpilot Merz wird später angeben, dass ihn die untergehende Sonne geblendet habe, und er durch die starke Spiegelung der Wasseroberfläche die Höhe vor dem Aufsetzen nicht richtig abschätzen konnte. Ob letztlich die Sonne, eine zu hohe Geschwindigkeit beim Landeanflug oder aber eine starke Sogwirkung am Heck des Flugschiffes zur Bruchlandung geführt hat, kann nicht zweifelsfrei geklärt werden. Fest steht jedoch, dass die Luft Hansa, seit 30.April 1933 Betreiberin des schwimmenden Flugapparates, den Schaden als Anlass nimmt, sich bereits 13 Tage nach dem Unfall von ihrem Engagement zu lösen.
Damit sind nicht nur die geplanten Europaflüge gestrichen. Der Rückzug sollte weitreichendere Folgen haben: "Er bedeutete das Aus für das Flugschiff DO-X als praktikables Luftverkehrsmittel", sagt DO-X-Forscher und Buchautor Jörg-M.Hormann. Nach dem Unfall von Passau gibt es lediglich noch einen offiziellen Postflug des Schwimmvogels aus der Flugzeugschmiede Dornier. Dann tritt die DO-X ihren letzten Weg an - ins Museum. Die Idee eines Riesen-Flugschiffes war damit grandios gescheitert.
Durchsetzten konnten sich hingegen die viel kleineren, wendigeren Wasserflugzeuge. Unterschied zum Flugschiff: Während bei diesem der Rumpf selbst durchs Wasser gleitet, starten und landen Wasserflugzeuge auf jeweils zwei Kufen, den Schwimmern. Sie lassen sich leichter handeln, benötigen kürzere Start- und Landebahnen, verbrauchen weniger Flugbenzin und kommen zumeist mit einem mittig angebrachten Propellermotor aus.
Das Verbreitungsgebiet der Wasserflugzeuge ist groß: Es umfasst nahezu den gesamten Erdball. Bevorzugtes Einsatzgebiet der schwimmenden Cessnas sind zumeist geografisch schwierig zu erreichende Reviere ohne Flugpiste, die jedoch über einen Wasseranschluss verfügen.
Auch in Berlin gibt es mit der roten Duck 01 ein waschechtes Wasserflugzeug. Besonderheit: Hier kann gegen eine Gebühr jeder mitfliegen. Zwei, die Berlins einziges Wasserflugzeug schon ausprobierten und sich mit der Cessna 206 mit dem Kennzeichen SE-GUF, Baujahr 1978, in luftige Höhen schraubten, sind Edda und Peter Salzwedel. Für Motorbootfahrer Salzwedel, der den etwa zwanzigminütigen Rundflug über der Wasser-Hauptstadt von Sohn und Schwiegertochter anlässlich seines 66. Geburtstages geschenkt bekam, erfüllte sich mit dem Flug ein lang gehegter Traum. Mit angelegter Schwimmweste - denn bis zum Abheben ist der "Duck 01" getaufte Flieger streng genommen ein Boot - und mit doppelten Gurten gesichert wird es bald ernst: Pilot Gerd Gebhardt öffnet den Choke, eine kleine Drehung am Zündschlüssel, der Sechszylinder-Lycoming-Boxermotor hustet, schüttelt sich, und schon ziehen 300 Pferdestärken die knapp zwei Tonnen gutmütig brummelnd durchs grünlich-trübe Wasser der Spree.
Nach Tower-Startfreigabe und Information an die Berufsschifffahrt über Kanal 10 gibt der ehemalige Jagdflieger Gebhardt Volllast. Unter ohrenbetäubendem Knattern rumpelt die knapp neun Meter kurze Duck etwa 300 Meter weit. Erstaunlich, wie betonhart sich das nur leicht gekräuselte Wasser bereits bei schlappen 70 km/h anfühlt. Weiter, immer schneller surfen wir gegen den Wind. Eine riesige Gischtfahne hängt über unserem Kielwasser. Ein Regenbogen spiegelt sich darin. Dann: Stille. Wir fliegen.
Eine Chronik der DO-X ist bei Delius Klasing erschienen, im Internet: www.delius-klasing.de.
Foto: (c) charlotte Krause.
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Wong
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Kommentar von:
Meier
(10.03.08 12:57 Uhr)
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Wahrhaftig das Thema Segeln hat mich schon immer fasziniert. Angefangen in einer kleinen Jolle auf einem Binnensee in der Schweiz (Vierwaldstättersee) machte ich alsbald die Bootsprüfung. Heutezutage einfach mit einem Programm www.dock-cd.ch erlernte ich die Bootsprüfung für die Binnenschifffahrt. Eigentlich war damit das Bedürfnis bald gestillt. Aber kaum angefangen mit einem 10m zu segeln spührte ich, dass ich grössere Schiffe steuern wollte. Heute besitze ich den B-Schein und das Mittelmeer sehe ich zwei mal pro Jahr...einfach traumhaft...Segeln da ist die Freiheit grenzenlos...