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von Matt am 30.07.09

Von der Bay of Fundy aus, wo die weltweit höchsten Gezeiten mit bis zu 19 Metern betragenden Tiden gemessen werden, roll der Flutstrom zweimal am Tag rasend schnell den etwa 30 Kilometer langen Shubenacadie-River hinauf, das Flussbett dabei stark verbreiternd und an manchen Stellen mehrere Meter vertiefend. Dort, wo vor Kurzem noch Möwen auf den hellbraunen Sanddünen entlang stolziert sind, tobt plötzlich gurgelndes Nass, Büsche und kleine Baumstämme mit sich reißend. Beim Tidal Bore Rafting (Bore ist indisch und bedeutet Flut) reiten mutige Abenteurer in einem motorisierten Schlauchboot durch die Täler und über die Kämme der Gezeiten-Flutwelle, welche die Fließrichtung des Gewässers für die nächsten Stunden umkehrt.
Nach zwei Stunden ist der Spuk schließlich vorbei. Stille. Wer jetzt hier am Ufer entlang schlendert, könnte meinen, beim Shubenacadie handele es sich um einen ganz normalen, träge seinem Lauf folgenden Fluss. Wir wissen es jedoch besser. Und zollen dem Wasser, das so schnell und für uns so völlig unerwartet sein Antlitz wechseln kann, Respekt.
(Mitzubringen zu den zwei- oder vierstündigen Trips sind Badeshorts, ein altes T-Shirt und Turn- oder Badeschuhe. Leichte Regenjacken und Rettungswesten werden vom Veranstalter gestellt. Wer will, übernachtet in einem Blockhaus).
Foto: nass-press.
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Wong
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