Yachtunfälle - an Land
Titel: Yachtunfälle - an Land
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abgelegt im Archiv Aktionen von Matt am 16.03.08

Nur wenn einige grundlegende Regeln beim Transport der Wasserfahrzeuge auf dem Trockenen beachtet werden, kann unbeschwert in die nahe Segelsaison gestartet werden. Was geschieht, wenn allzu sorglos beim Kranen verfahren wird, zeigt etwa das Beispiel der stolzen 8mR-Yacht Feo aus Kiel: Im Herbst wurde die Slup, gebaut 1927 bei Camper & Nicholson in Gosport, schwer beschädigt. An Land. "Beim Kranen riss die Aufhängung an den Kielbolzen unserer 14 Meter-Yacht", sagt Eigner Hans-Peter Strepp. "Das ist besonders tragisch für eine Yacht, die in ihrem Element, dem Wasser, in der letzten Saison alle hinter sich gelassen hat", sagt Wilfried Horns vom Freundeskreis Klassische Yachten (FKY) aus Kiel: 2007 gewann Feo den Preis des FKY für die erfolgreichste Saison nach spannenden Rennen in ihrer Gruppe souverän mit 37 Punkten Vorsprung. Ob der Achter mit der Segelnummer 8 G 3 im Groß in der bald beginnenden Segelsaison 2008 wieder den Mahagoni-Bug vorne haben wird, ist nun mehr als fraglich.
Aktuelles Beispiel für Yachtunfälle an Land: Die dänische 12mR-Yacht Thea. Auch der gerade für 800.000 dänische Kronen frisch restaurierte Zwölfer ist schwer beschädigt. Auch diese Yacht havarierte - an Land: Am Hafen von Gilleleje kippte der Kran mit der 26 Tonnen-Yacht am Haken um und begrub die 1917 vom Stapel gelaufene Segelyacht unter dem wuchtigen Ausleger. In Internet-Foren kursierten sofort Bilder des Havaristen. Über den Unfallhergang kann allerdings bisher nur spekuliert werden. Die Vermutungen reichen von einer falschen Abstützung der Kranausleger bis hin zu einer Drehung des Bootes unter dem Mast, was zur Überlast und schließlich zum Kippen des Kranes inklusiver seiner teuren Last führte. Was tatsächlich zur Havarie der Yacht an Land führte, müssen nun Gutachten klären.
Eines steht indes schon jetzt fest: Die an Land für die teils recht teuren Schwimmvehikel sind mannigfach. Sie reichen von Feuer, Witterungseinflüssen, mutwillige Beschädigungen bis hin zu einem unsachgemäßen Transport, zu dem auch das Kranen zählt. "Viele Bootseigner, aber auch Vereine unterschätzen die Risiken beim Transportieren von Yachten an Land und die sich daraus ergebenden Gefahren", sagt der Boots-Sachverständige Frank Linnert aus Berlin. Davon zeuge der Umstand, dass viele Vereine und Clubs, aber auch private Bootsstandbetreiber keine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen hätten, die auch Transportschäden beim Kranen und Slippen abdecken würden. Linnert: "Hier kommt erst dann das große Erwachen, wenn ein Schaden eingetreten ist".
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Mr Wong








