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von Matt am 03.09.08

Im Oktober 2004 folgte die nächste Extremleistung: Horn umrundete den Polarkreis in zwei Jahren und drei Monaten. Allein - wiederum zu Fuß, per Skikite, mit einem Kanu und einem Segelboot. Zwei Jahre später erreichten Horn und der Norweger Borge Ousland dann als erste Menschen überhaupt ohne Hunde oder motorisierte Transportmittel den Nordpol. Sechzig Tage und fünf Stunden benötigten die beiden, um in der permanenten Dunkelheit der arktischen Wintermonate ihr Ziel zu erreichen. Weit länger, nämlich vier Jahre, soll nun Horns nächste Expedition dauern. Motto: Explore - Learn - Act (Entdecken - Lernen - Handeln).
Pangäa nennt er das aktuelle Vorhaben. Das ist griechisch und bedeutet "Alles ein Land" - Bezeichnung für den letzten globalen Superkontinent, der vor mehr als 250 Millionen Jahren auf der Erde existierte. Der Begriff steht außerdem als Initialwort für Pan Global Adventure for Environment Action. "Es ist das aufregendste Projekt, das ich je unternommen habe", sagt der Profiabenteurer mit Diplom in Bewegungswissenschaft. Im Mittelpunkt des über 100.000 Kilometer langen Abenteuers, das den Nord- und den Südpol erreichen und alle Kontinente und Meere durchqueren soll, steht die 35 Meter-Aluminiumyacht "Pangäa", die eigens für das Abenteuer entworfen und gebaut wurde.
"Ich möchte mein Wissen mit jungen Menschen teilen und ökologische Lösungen für zukünftige Generationen initiieren", sagt Horn, der auch schon Rafting- und Canyoningtouren leitete und als Skilehrer arbeitete. Dafür lädt der anpackende junge Mann ab Anfang 2009 junge Menschen von allen Kontinenten im Alter von 13 bis 20 Jahren auf seinem Extremtrip rund um die Welt ein. Bei jedem einzelnen Abschnitt der Expedition sollen eigens angestellte Lehrkräfte den Kindern und Jugendlichen das fragile Zusammenspiel von Mensch und Natur nahe bringen. Wasser- und soziale sowie Projekte zu Ökosystemen sollen den Trip in ausgewählten Regionen der Expedition begleiten.
Klar, dass ein solch ambitioniertes Vorhaben nicht ohne Sponsoring technisch innovativer Unternehmen wie etwa Mercedes-Benz und weiteren Partnern auskommen kann. Horn hat damit kein Problem. Im Gegenteil. Stolz trägt er am Handgelenk das Sondermodell der Panerai Luminor 1950 "Submersible Depht Gauge", welches anlässlich der Pangäa-Expedition vom italienischen Luxusuhren-Hersteller in einer Stückzahl von 500 Exemplaren aufgelegt wurde. "Es ist nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern auch eine, die der Welt großen Nutzen bringt, indem das Bewusstsein für den derzeitigen Zustand unseres Planeten geweckt wird", begründete Angelo Bonati von Officine Panerai, der Horns Boot mit Hygrometern, Barometern, Thermometern und Schiffsuhren ausstattete, das Engagement seiner Firma.
Das Motto Horns scheint exemplarisch für das Leben und Wirken des Entdeckers - und die im Oktober offiziell startende Pängäa-Expedition. Sie lautet: "What we dream - we can do!".
Jugendliche, die sich für die Teilnahme am Young Explorers Programm der Pangäa-Expedition interessieren, können sich auf Horns Website www.mikehorn.com bewerben. 144 junge Menschen können nach einem Auswahlverfahren mit dabei sein. Ein ausführlicher Beitrag zum Thema Mike Horn erscheint in einer der nächsten Ausgaben des sailing Journal, terra oceanis-Verlag, Kiel; Info: www.sailing-journal.de).
Info Yacht Pangäa
Das Expeditions-Segelschiff Pangäa ist mit 35 Metern Länge das größte jemals gebaute seiner Art. Daten: Länge über Alles 34,78, Länge Wasserlinie 29,70 Meter. Die maximale Breite beträgt neun Meter, Tiefgang 1,93 bis 5,95 (ausfahrbares Mittelschwert). Baustoff Rumpf: Marine-Aluminium. Füllmenge Diesel 37.000, Wasser 3.000 Liter. Motor: 2 mal Mercedes-Benz, insgesamt 880 PS. Die Yacht verfügt über zwei Generatoren zur Stromerzeugung. Segelfläche 593 Quadratmeter. Schiffsdesign: Thierry Stump, nach gemeinsamem Konzept mit Mike Horn.
Foto: Mike Horn auf seiner Pangäa auf einem Überführungstörn von London nach Southampton, (c) www.muencheberg-media.com.
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Wong
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